Erasmus+ an saarländischen Schulen weiter ausgebaut: Plakettenübergabe an neue Konsortialschulen
Das Ministerium für Bildung und Kultur baut den europäischen Austausch an saarländischen Schulen weiter aus. Im Rahmen eines schulformübergreifenden Netzwerktreffens kamen Vertreterinnen
und Vertreter allgemeinbildender und beruflicher Schulen zusammen, um sich über Erasmus+-Aktivitäten, internationale Partnerschaften und neue Möglichkeiten der europäischen Zusammenarbeit auszutauschen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem 18 neue Schulen
von Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide ins Konsortium aufgenommen.
Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide: „Erasmus+ eröffnet unseren Schulen die wunderbare Gelegenheit, Europa ganz persönlich zu erleben. Internationale
Begegnungen verändern den Blick auf die Welt, stärken wichtige Kompetenzen und schaffen unbezahlbare Erfahrungen – für Schülerinnen und Schüler genauso wie für unsere Lehrkräfte. Genau deshalb ist es so entscheidend, dass der Zugang zu diesen Chancen für alle
Schulen leicht bleibt. Mit unseren beiden Konsortien greifen wir unseren Schulen unter die Arme, um internationale Partnerschaften aufzubauen, voneinander zu lernen und Europa nachhaltig im Schulalltag aufleben zu lassen.“
Seit 2022 ist das Ministerium für Bildung und Kultur als Konsortialführer im Erasmus+-Programm für die beruflichen Schulen aktiv. Das Konsortium umfasst
aktuell 19 Berufsbildungszentren und auch Schulen, die nicht selbst akkreditiert sind, erhalten dadurch einen vereinfachten Zugang zu den europäischen Fördermitteln. Für das Projektjahr 2026/27 stehen dem Konsortium rund 469.000 Euro zur Verfügung. Dieses
Budget ermöglicht Auszubildenden wertvolle Fachpraktika im europäischen Ausland, während zunehmend auch Lehrkräfte die Chancen für Fortbildungen und Job-Shadowings nutzen.
Auch im allgemeinbildenden Bereich ist das Erasmus+-Konsortium des Ministeriums inzwischen fest etabliert. Nach der Akkreditierung als Konsortialführer
beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) im Jahr 2023 wurde das Konsortium im September 2025 offiziell eröffnet. Im ersten Projektjahr nahmen 22 Schulen und das Studienseminar am Bildungscampus teil. Nun wurde das Konsortium für das zweite Projektjahr auf
39 Schulen erweitert. Vertreten sind Förderschulen, Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Für das Projektjahr 2026/27 stehen für das Konsortium rund 581.000 Euro an Erasmus+-Fördermitteln zur Verfügung.
Neu ins Konsortium aufgenommen wurden:
·ESS Primar
·Kirchbergschule Schwalbach
·Sophie-Scholl Gemeinschaftsschule
·Albert-Schweitzer Gemeinschaftsschule
·Gemeinschaftsschule Sonnenhügel
·Gemeinschaftsschule Am Warndtwald
·Friedrich-Bernhard-Karcher Schule
·Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule
·Gemeinschaftsschule Bellevue
·Gemeinschaftsschule Bruchwiese
·Herbert-Binkert-Schule Güdingen
·Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf
·Gemeinschaftsschule Ludwigspark
·Gemeinschaftsschule Klarenthal
·Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle
·Otto-Hahn-Gymnasium
·Cusanus Gymnasium
·Albert-Einstein-Gymnasium
Gefördert werden unter anderem Schülermobilitäten als Einzel- oder Gruppenmobilitäten sowie Lehrkräftemobilitäten, beispielsweise für Fortbildungen und
Job-Shadowings. Die Mobilitäten sollen dabei an konkrete Ziele der Schul- und Organisationsentwicklung oder an Projekte aus dem Schulprofil und den jeweiligen Fächern anknüpfen. Auch zentrale bildungspolitische Themen wie Demokratie und Teilhabe, Inklusion,
Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Medienpädagogik können dabei mit internationalen Aktivitäten verbunden werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau bestehender europäischer Partnerschaften. Im Rahmen der Frankreichstrategie sollen unter anderem
Mobilitäten nach Montpellier ermöglicht und die Zusammenarbeit mit der Académie de Nancy-Metz weiter intensiviert werden. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen in Polen soll ausgebaut werden.
Im Rahmen von Erasmus+ spielt zudem die europäische Online-Plattform eTwinning eine wichtige Rolle bei der Internationalisierung der Schulen. Sie ermöglicht
es Schulen, mit europäischen Partnern digitale Projekte durchzuführen und internationale Zusammenarbeit bereits vor einer physischen Mobilität aufzubauen. Für das Engagement in diesem Bereich wurde das Christian von Mannlich Gymnasium in Homburg im Rahmen
der Veranstaltung für sein Projekt „European voices across generations“ mit dem nationalen eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet.
Das Erasmus+-Themenportal des Ministeriums bietet eine Übersicht aller beteiligten beruflichen und allgemeinbildenden Schulen sowie weitere Informationen
zum Programm: https://www.saarland.de/mbk/DE/portale/erasmus-plus/home.
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