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    Quelle: DWD

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Analyse legt kieferorthopädische Übertherapie nahe

Von Redaktion Organisationen | 16.11.2024 10:04 | Lesedauer: 2 Minuten

Saarbrücken, 8. Oktober 2024 – Mädchen aus dem Saarland werden womöglich zu oft kieferorthopädisch behandelt. Das legt der BARMER-Zahnreport nahe, den Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden federführend erstellt haben. Demnach erhalten 58,9 Prozent der Saarländerinnen im Alter von acht bis 17 Jahren eine kieferorthopädische Behandlung, aber nur 48,4 Prozent der saarländischen Jungen im gleichen Alter.
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Zentrale der Barmer GEK in Berlin
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Zentrale der Barmer GEK in Berlin

Mädchen aus dem Saarland werden womöglich zu oft kieferorthopädisch behandelt.

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„MöglicheGründe für deutlich mehr kieferorthopädische Behandlungen bei Mädchen könnten gesellschaftliche Schönheitsideale, Gruppendruck und übertriebene elterliche Fürsorge sein. Eine kleine Zahnfehlstellung bei Jungs wird vielleicht öfter als cool abgetan, während sie Mädchen möglicherweise stärker belastet“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.. Ein derart großer Unterschied zwischen den Geschlechtern bei der kieferorthopädischen Versorgung sei nicht mit einem höheren medizinischen Behandlungsbedarf bei Mädchen begründbar.

Kieferorthopädische Therapie: deutliche regionale Unterschiede

Geschlechtsübergreifend liegt der Anteil der Acht- bis 17-Jährigen aus dem Saarland mit kieferorthopädischer Behandlung laut Zahnreport bei 53,7 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Bremen (45,9 Prozent), am höchsten in Bayern (59,7 Prozent). Innerhalb des Saarlands sind die Unterschiede bei der Inanspruchnahme kieferorthopädischer Leistungen bei Kindern und Jugendlichen nicht so groß wie zwischen den Bundesländern. So ist der Anteil der Acht- bis 17-Jährigen mit kieferorthopädischer Behandlung im Saarpfalz-Kreis mit 55,0 Prozent am höchsten und im Landkreis Merzig-Wadern mit 52,1 Prozent am niedrigsten. „Die teils großen regionalen Unterschiede beim Ausmaß der kieferorthopädischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen erschließen sich keiner spontanen Erklärung. Kieferanomalien und Zahnfehlstellungen als alleinige Ursache sind ausgeschlossen“, sagt Kleis. Auch wirtschaftlich starke Regionen zeigten teils erhebliche Unterschiede beim Ausmaß kieferorthopädischer Behandlungen von Minderjährigen.

Zugang zu kieferorthopädischer Versorgung

Dem Zahnreport zufolge ist der Zugang zur kieferorthopädischen Versorgung für Kinder und Jugendliche zufriedenstellend, aber nicht in allen Bundesländern gleich gut gegeben. So kamen im Jahr 2022 im Saarland auf 10.000 Kinder und Jugendliche 2,2 Fachärztinnen und Fachärzte für Kieferorthopädie. Den bundesweiten Höchstwert bei der Facharztdichte wiesen im gleichen Jahr Hamburg und Hessen auf (je 3,1), den niedrigsten Sachsen-Anhalt und Bremen (je 1,8). „Der Zahnreport belegt, dass bei einer regional geringeren Dichte kieferorthopädischer Schwerpunktpraxen regionale Zugangsnachteile zur Versorgung durch Praxen ohne einen solchen Schwerpunkt zumindest teilweise ausgeglichen werden. Und das ist gut so, denn die Kieferorthopädie trägt zur Gesundheit, Funktionalität und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten bei und ist ein wichtiger Bestandteil der vorbeugenden Gesundheitsversorgung“, meint Kleis. Eine rechtzeitige kieferorthopädische Behandlung könne dazu beitragen, später nötige und vielleicht zahnärztliche oder chirurgische Eingriffe zu vermeiden.

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Quelle:
Presse und Öffentlichkeitsarbeit - Barmer GEK
Schlagworte:
kieferorthopädische Übertherapie
Technische Universität Dresden
Zahnfehlstellungen
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