Saarbrücken, 15. Juni 2026 - Es war 21.34 Uhr am Montagabend, als Basketballspielerin
Hanna Hohe und Jesse Veit, ein Unified Partner, im Saarbrücker Ludwigsparkstadion vor
rund 16.000 Zuschauern das Feuer entzündeten, die Flamme der Hoffnung. Gut zehn Mi-
nuten davor hatte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Special
Olympics Nationalen Spiele im Saarland für eröffnet erklärt.
Moderatorin Daniela Ulbing und Co-Moderator Mark Solomeyer, früherer Vizepräsident
von Special Olympics Deutschland (SOD) und Athletensprecher, heute Ehrenmitglied
des Präsidiums, würdigten in ihrer Begrüßung alle Gästegruppen. Natürlich begann So-
lomeyer mit den Athlet*innen, die das Herzstück der Spiele bilden, begrüßt wurden
aber auch Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und alle Vertreter*innen aus Politik und
Gesellschaft sowie alle Ehrenamtlichen – an der Spitze Präsidentin Christiane Krajewski.
Die aktuellen Athletensprecher*innen Mirjam Prahst und Dennis Mellentin tauschten
sich im Gespräch mit SOD-Präsidentin Christiane Krajewski aus. „Mit Special Olympics
kann ich die Welt ein klein wenig besser machen, Special Olympics will ich nicht missen“,
sagte Prahst. Mellentin entgegnete: „Das musst du gar nicht, jetzt feiern wir hier die
Spiele, im nächsten Jahre fahren wir zu den Weltspielen in Chile.“ Krajewski fühlte nicht
nur großen Stolz über die Ausrichtung der Spiele in ihrer saarländischen Heimat, son-
dern sagte auch: „Was für ein tolles Gefühl, mit euch beiden, hier oben zu stehen.“ Ihr
Ziel will die Präsidentin, die seit 2014 an der Spitze von SOD steht, nicht aus den Augen
verlieren: „ Sport vor Ort für alle Menschen mit Beeinträchtigungen.“
n einer Talkrunde kamen Stimmen dreier Perspektiven zu Wort: Athlet*innen durch den
niedersächsischen Athletensprecher Kevin Struß, die europäische Dimension durch
Jean-Claude Hehn, Präsident des Gemeindeverbands Forbach Porte de France, und die
politische Gastgeberrolle des Saarlandes durch Reinhold Jost. Dem Minister für Inneres,
Bauen und Sport des Saarlandes hatte zuvor SOD-Präsidentin herzlich für seine großar-
tige Arbeit für diese Spiele gedankt.
Stellvertretend für die 4.300 Athlet*innen aus ganz Deutschland und weiteren zwölf Na-
tionen legten Hanna Hohe und Jesse Veit den Special Olympics Eid ab und versprachen:
„Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes ge-
ben.“ Den Eid für die Trainer*innen sprach Michaela Haupenthal, den für die Kampfrich-
ter*innen legte Frank Bischoff ab.
Nachdem Fallschirmspringer mit den Special-Olympics-Flaggen im Gepäck nach einem
spektakulären Anflug aus der Luft gut im Innenraum gelandet waren, trugen Hanna
Hohe und Jesse Veit die weiße Flagge gemeinsam zur Bühnenmitte und hissten sie. Ein
Bild mit Symbolwirkung: Athlet*in und Unified Partner*in – Mensch mit und ohne Behin-
derung – als gleichberechtigtes Team.
Zum Song „We are familiy“ liefen die Vertretungen der Bundesländer und der internati-
onalen Delegationen aus zwölf Ländern ins Stadion, zum Schluss der Gastgeber Saar-
land. Die 27 Sportarten wurden mit Symbolen und den jeweils ausrichtenden Städten
vorgestellt. Schwimmen wird im französischen Forbach ausgerichtet, keine zehn Kilome-
ter Luftlinie von Saarbrücken entfernt. So werden Grenzen überwunden: Das Saarland
denkt europäisch.
Viel Musik, unter anderem ein begeistert vom Publikum gefeierter Live-Auftritt von T-
seven, der Live-Band Dynamic Lounge Saarbrücken, der stimmungsvoll vorgetragenen
Special Olympics Hymne, Video-Einspielungen und weiteren Show-Einlagen rundeten
die lebendige Eröffnungsfeier des größten inklusiven Multisport-Events in Deutschland
ab.
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